Start einer strategischen Kooperation beim maschinellen Lernen

Start einer strategischen Kooperation beim maschinellen Lernen

Dipai ist ein neu gegründetes IT-Unternehmen, das aus dem Innovationsumfeld der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist auf Datenanalyse spezialisiert, die auf künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen basiert. Digitread IoT und Dipai gehen nun eine hoch interessante strategische Partnerschaft ein.

Der Firmenname Dipai steht für „Diagnose, Prognose mithilfe von AI“, und genau dies ist auch die zentrale Geschäftsidee von Dipai. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die eine vorausschauende Wartung ermöglichen.

Einfach erläutert, besteht das Verfahren darin, Daten von verschiedenen Komponententypen über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu erfassen. Ziel ist es, das normale Betriebsverhalten von Komponenten wie Pumpen oder Motoren zu ermitteln. Die Daten der Komponenten werden verwendet, um den Algorithmus des maschinellen Lernens zu trainieren. Wenn der Algorithmus „weiß“, was normal ist, findet er auch Abweichungen vom Normalen. Es sind diese Anomalien, die darauf hindeuten, dass eine Komponente dabei ist, sich zu verschlechtern oder funktionsuntüchtig zu werden, was in letzter Konsequenz zur Havarie führen kann.

„Wenn es möglich ist, Störungen frühzeitig vorherzusagen oder Warnmeldungen über Fehler auszugeben, die zur Havarie führen können, haben wir die Möglichkeit, Wartungspersonal auszusenden, bevor Komponenten ausfallen. Wenn es uns gelingt, solche Fehler zu erfassen, minimieren wir auch Ausfallzeiten bei den Komponenten“, erklärt André Listou Ellefsen, CEO von Dipai.

„Wir beginnen mit der Datenerfassung und trainieren dann den Algorithmus über einen gewissen Zeitraum hinweg. Anschließend sind wir in der Lage, Diagnosen zu stellen, bei denen wir vorhersagen können, dass zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines bestimmten Fehlers bei 98 Prozent liegt. Damit können wir prognostizieren, dass z. B. eine Komponente in zwei Wochen funktionsuntüchtig sein wird. Dies ermöglicht es, die Wartung noch vor dem Komponentenausfall durchzuführen,“ fährt er fort.

Die Überprüfung von Echtzeitdaten zum Kraftstoffverbrauch des Forschungsschiffs Gunnerus wird mit dem vorhergesagten Wert aus dem maschinellen Lernalgorithmus von DIPAI verglichen. Lars Hvidsten und Christoffer Lange untersuchen die von Digitread IoT entwickelte Anwendung.

Kooperationspartner, deren Kompetenzen sich ergänzen
„Für Digitread IoT ist maschinelles Lernen nicht einfach nur ein Schlagwort, sondern etwas, das wir in die Tat umsetzen können. Maschinelles Lernen ist ein Tool, das die Industrie einsetzen sollte, um Nutzen aus ihren Daten zu ziehen. Systeme mithilfe von maschinellem Lernen aufzubauen, erfordert ein hohes Maß an Know-how, und wir freuen uns sehr, dass wir jetzt gemeinsam mit Dipai die beste Expertise auf diesem Gebiet anbieten können“, sagt Christoffer Lange von Digitread IoT.

Während Dipai auf Analyse und maschinelles Lernen spezialisiert ist, trägt Digitread IoT mit seinem tiefgreifenden Know-how und den Lösungen rund um die anderen IoT-Bausteine bei.

„Wir haben eine IoT-Lösung rund um das maschinelle Lernen von Dipai entwickelt, die es Reedern ermöglicht, einen Überblick über den Kraftstoffverbrauch und Abweichungen bei ihren Schiffen zu erhalten“, fährt Christoffer Lange fort.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Mehrwert für Kunden zu schaffen, beispielsweise durch Reduzierung der Ausfallzeiten von mechanischen Komponenten.

„Diese Art von Technologie kann in allen Branchen eingesetzt werden, nicht nur im maritimen Sektor, und alles, was wir dafür benötigen, ist der Zugriff auf Sensordaten“, erklärt Listou Ellefsen.

Über Dipai

  • Dipai hat sich aus einem Innovationsprojekt unter der Schirmherrschaft des „Institutt for havromsoperasjoner og byggteknikk“ der NTNU im norwegischen Ålesund zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung entwickelt.
  • Das Projekt wurde von NTNU Discovery mit 750.000 NOK und vom norwegischen Forschungsrat mit 500.000 NOK unterstützt.
  • Zwei der drei Unternehmensgründer von Dipai haben einen Doktortitel der NTNU. Zusätzlich beschäftigt das Unternehmen mehrere Doktoranden in Teilzeit.
  • Dipai ist Experte für Datenanalyse und der wichtigste Wettbewerbsvorteil des Unternehmens ist seine tiefgreifende Expertise in den Bereichen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. 
Publiziert: 20.11.2020